Fahrradgruppe Ev. Kirche radelt für Kriegskinder

Jeden Donnerstag von April bis September treffen sich zwischen 15 und 25 Personen vor dem ev. Gemeindezentrum zu einer gemeinsamen Radtour. Unter der Leitung von Herrn Heiden, der auch die Routen auswählt, radeln die Teilnehmer dann zwischen 50 – 80 km, mit einem kleinen Kaffeepäuschen. Als kleiner Kostenbetrag wird pro Woche 1 Euro gezahlt. Dieses Geld sowie auch weitere Spenden von Geburtstagen oder anderen Anlässen wandert ebenso in die Spendenkasse, wie die Pfanderlöse die Frau Schmitz mit dem Sammeln von leeren Getränkedosen oder Flaschen beisteuert. Dass manche Tour durch ungeplante Zwischenstops an Mülleimern länger dauert, als geplant, nehmen die Teilnehmer oft scherzend in Kauf.

Schon seit 12 Jahren spendet die Gruppe diese Erlöse dem Förderkreis. Im letzten Jahr kam dabei die erstaunliche Summe von 1.100 Euro für die Kriegskinder zusammen. Die Spendenübergabe fand am 29.04.22 im ev. Gemeindezentrum an der Hansastr. statt.

Im Rahmen der Übergabe informierte Dr. Heinz Grunwald kurz über anstehende Aktivitäten. Von den vor kurzem eingetroffenen Kindern aus Afghanistan kommen 9 Kinder für eine Behandlung durch Dr.Grunwald in Frage. Einige Behandlungen können im neuen medizinischen Zentrum in Oberhausen durchgeführt werden, die übrigen sollen nach Abstimmung mit dem Willibrod Spital möglichst in Emmerich stattfinden.

Zur Spendenübergabe kamen von Seiten der Radler Frau Schmitz und Frau Schwaack, sowie die Herren Welling und Heiden. Für unsereren Verein waren neben Herrn Dr. Grunwald; Herr Frücht und Frau Dr. Siebers – Fischbach anwesend.

Schülerinnen & Schüler der Gesamtschule Emmerich engagieren sich für verletzte Kinder

Am Mittwoch 06.04.22 fanden die Besucher des Emmericher Wochenmarktes einen ungewöhnlichen Stand vor. Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Emmerich boten selbstgefertigte Näh- und Holzarbeiten an, z. B. witzige Taschen, aus alten Jeans hergestellt, Handschmeichler, Insektenhotels und Osterdekoartikel. Alles wurde abgegeben gegen eine Spende in das in Emmerich inzwischen bekannte rosa Sparschwein, dessen Inhalt für den Förderkreis Kriegskinder bestimmt ist.

Die Schülerinnen Susanne und Lifke erklärten den Hintergrund ihrer Aktion: Die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs befinden sich zur Zeit in ihrer Praktikumsphase vom 31.3. bis 8.4. 2022. Einige von ihnen nutzen die Zeit, um in verschiedenen Projekten Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, die über die Themen des Schulunterrichts hinausgehen.

Ein Projekt bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich im Umgang mit Nadel, Faden, Schere und Nähmaschine zu üben, ein anderes leitete zum kreativen Umgang mit Holz an.

Diese Projekte wurden geleitet von den pädagogischen Mitarbeiterinnen der Gesamtschule Frau Boß und Frau Kirch-Overbeek, die den Lesern der Homepage als kreative und engagierte Unterstützer des Förderkreises Kriegskinder bekannt sind. So konnten sie auch die Teilnehmer ihrer Projektgruppen davon überzeugen, den Erlös ihrer Arbeiten dem Förderkreis zukommen zu lassen.

Wir freuen uns sehr über das Engagement der Jugendlichen und ihr Interesse am Schicksal von Kindern aus anderen Teilen der Welt.

Lions Hilfswerk Emmerich – Rees mit Großspende

Seit 2013 gehört der Lions Adventskalender für viele Menschen in Emmerich und Rees zur Adventszeit wie Glühwein und Weihnachtsmärkte. Nach einer coronabedingten Absage 2020, konnte 2021 der allseits beliebte Kalender wieder verkauft werden und so waren die 8000 angebotenen Kalender in kurzer Zeit vergriffen.

Wie schon in den vergangenen Jahren gehört der Förderkreis wieder zu den Empfängern des Erlöses der Aktion. Mit 12.500 Euro erhält der Förderkreis eine wesentliche Unterstützung zur Deckung der Kosten, die durch die Behandlung von Kindern aus Kriegs und Kriesengebieten im Emmericher Krankenhaus oder im Behandlungszentrum im Friedensdorf Oberhausen entstehen.

Die Spendenübergabe fand am Freitag 11.2.22 vor der Sozietät durch den derzeitigen Clubpräsidenten Klaus Jürgen Monz, sowie Clubmitglied Dr. Stefan Wachs an den Förderkreis – Vorstand statt. Zusätzlich zum Scheck konnte Dr. Heinz Grunwald noch eine Kiste mit kleinen Lions Stofflöwen entgegen nehmen, die im Friedensdorf Oberhausen für Freude bei den Kindern sorgen werden.

Der Förderkreis bedankt sich sehr herzlich beim Lions Club Emmerich – Rees für diese großzügige Spende.

Mitgliederversammlung 2021

Am Montag,den 4.10.2021, 19.00 Uhr, fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Förderkreises Kriegskinder in der neu eröffneten Kulturscheune am Schlösschen Borghees statt.

Da auf Grund der Corona – Pandemie im Jahr 2020 keine Mitgliederversammlung einberufen werden konnte, berichtete der Vorsitzende Dr. Heinz Grunwald über die Aktivitäten des Vereins in den letzten beiden Jahren. Im Jahr 2019 konnten 10 Kinder im Emmericher St. Willibrord – Spital operiert werden und blieben dort zusammen 197 Tage. In den ersten Monaten des Jahres 2020 konnten dann noch 4 Kinder behandelt werden und blieben 51 Tage vor Ort. Im September diesen Jahres konnten erstmals nach langer Corona-Pause wieder zwei Mädchen aus Tadschikistan in Emmerich operiert werden. Beide konnten nach wenigen Krankenhaustagen ins Friedensdorf Oberhausen entlassen werden, da die Weiterbehandlung im dortigen neuen Behandlungsraum weitergeführt werden kann, sodass den Kindern ein wochenlanger stationärer Aufenthalt erspart bleibt. Die Betreuung der Kinder während des stationären Aufenthalts konnte, wie Frau Grunwald als Organisatorin berichtete, problemlos gewährleistet werden, da die Mitglieder des Betreuungsteams sich freuten, ihre Arbeit nach so langer Pause wieder aufnehmen zu können.

Der Kassenwart Herr Dr. Werner Unland konnte anschließend über eine gute Kassenlage berichten, die es ermöglicht, neben der Finanzierung der Krankenhauskosten in Emmerich die laufenden Kosten des Behandlungsraums im Friedensdorf weiterhin zu unterstützen. Herr Dr. Unland teilte mit, dass das Finanzamt unseren Verein für weitere 3 Jahre als gemeinnützig anerkannt hat.

Nachdem im vergangenen Jahr die anstehenden Neuwahlen des Vorstands ausfallen mussten, wurde dieser zuerst entlastet und dann ohne Gegenstimme für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.

Der neue Vorstand:

Vorsitzender: Herr Dr. Heinz Grunwald, Stellvertreterin: Frau Dr. Elisabeth Siebers – Fischbach, Kassenwart: Herr Dr. Werner Unland, Kassenprüfer: Herr Heinz Decreßin.

Zum erweiterten Vorstand gehören die Beisitzer: Frau Ulla Bauditz, Herr Stefan Hoymann, Herr Klaus Frentjen, Herr Ralf Wimmers( wird angefragt)

Öffentlichkeitsarbeit: Herr Hans-Joachim Frücht, Internetauftritt: Herr Elmar Fischbach, Schriftführerin: Frau Magdalena Gertges.

Als neue Aktion ist die Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Hüthum geplant der in diesem Jahr in neuer Form wieder stattfinden soll.

Das diesjährige 20 jährige Bestehen des Vereins soll im kommenden Jahr gefeiert werden. Um die Ausgestaltung wird sich eine Arbeitsgruppe kümmern.Einige Ideen wurden bereits gesammelt.Die Organisation soll durch den Vorstand und Freiwillige aus dem Verein erfolgen. Interessenten können sich bei Ingrid Grunwald melden. Tel.: 02871 13201

Die Teilnehmer der Versammlung drückten die Hoffnung aus, dass die Arbeit des Vereins in Zukunft wieder ohne Einschränkungen möglich sein wird.

Spende von 5200 € der Familien Kirch-Overbeek / Boss überreicht

Wir berichteten im Januar und Mai bereits über die tolle Aktion der beiden Familien Boss und Kirch- Overbeek mit den Kindern Joana, Julian und Jaron.

Sie nähten gemeinsam Schutzmasken für den Alltagsgebrauch aus Stoffresten und verkauften diese auf Wochenmärkten in Emmerich, Rees und Haus Riswick. Der Erlös war ursprünglich lediglich für ein Eisessen der beiden Familien gedacht. Auf Grund des schnell größer werdenden Erlöses beschlossen die Familien dann jedoch mit den Einnahmen den Förderkreis Kriegskinder zu unterstützen.

So konnten sie nun am 11.August 2021 vor dem Schlösschen Borghees dem Förderkreis einen symbolischen Scheck in Höhe von 5 200 € überreichen.

Als kleine Belohnung und Anerkennung wurden die fleißigen Handarbeiter/innen danach vom Förderkreis zu ihrem wohlverdienten Eis eingeladen.

Wie schon berichtet haben die Familien mit dem Verkauf auf Ebay eine weitere Aktion gestartet, deren Erlös erneut dem Förderkreis zufließen soll.

Auf dem Nachhaltigkeitsmarkt in Rees am 11. Sept. sind die Familien mit einem Stand vertreten und bieten Ihre Waren und Produkte an.

Erste Operation im Behandlungszentrum im Friedensdorf

In unserem letzten Betrag vom 16. Juli berichteten wir über die Fertigstellung des neuen Behandlungsraumes im Friedensdorf Oberhausen.

Inzwischen wurde die noch ausstehende Hygieneprüfung erfolgreich abgeschlossen.

So konnte Dr. Grunwald am 24.07. einen ersten chirurgischen Eingriff in dem neuen Behandlungsraum vornehmen. Ein Team von insgesamt 6 Mitarbeitern hat den ersten Patienten im neu erstellten Operationsraum an der rechten Hand operiert. Der Eingriff verlief ohne Komplikationen, ebenso wie die erforderliche Narkose. Nach etwa 1 Std. hatte Sanjarbek die Operation überstanden. Im Aufwachraum erholte er sich sehr schnell von der Narkose und konnte nach etwa 15 Minuten, zwar noch etwas benommen, an der Tür der Operationseinheit seine Freunde begrüßen, die schon neugierig davor warteten.Nachmittags war für Ihn bereits auf dem Spielplatz intensives Schaukeln angesagt. Eine 2. Op an Narben am Bauch stand dann auch noch an, die am 5.August ebenso unproblematisch von statten ging. Sonjarbek hat jetzt seine gesamte Behandlung hinter sich gebracht und kann beim nächsten Rückführungsflug schon wieder nach Hause kommen.

Gemäß dem Konzept des neuen Behandlungsraumes handelte es sich um eine relativ kleine unkomplizierte Operation. Der Start ist hiermit in dem von unserem Förderkreis großzügig unterstützten Friedensdorfprojekt geglückt. Weiteren Kindern kann bald mit kleineren Operationen im Friedensdorf geholfen werden, ohne dass sie dafür in Krankenhäuser geschickt werden müssen. Es ist zu erwarten, dass sich die Anzahl der benötigten Operationen im neuen Gebäude steigern wird, und sich somit eine zunehmend größere Auslastung zeigt.

Dr. Grunwald hofft, im September zwei weitere Kinder im Emmericher St. Willibrord -Spital operieren zu können; die prinzipielle Zusage des Krankenhauses liegt vor.Die Kinder können dann nach kurzem Aufenthalt im Krankenhaus ins Friedensdorf entlassen werden, da dort nun verbesserte Behandlungsmöglichkeiten zur Nachsorge zur Verfügung stehen.

Behandlungs Zentrum im Friedensdorf nimmt Arbeit auf!

Nach ca. 2- jähriger Bauzeit hat das neue Behandlungszentrum Im Friedensdorf Oberhausen seine Arbeit aufgenommen.

Der Vorstand des Förderkreises hatte am 7.7.21 die Gelegenheit das neue Gebäude unter der fachkundigen Führung des Bauprojektleiters Herrn Killewald vom Friedensdorf zu besichtigen. Das Friedensdorf bedankte sich nochmals herzlich für die wichtige finanzielle Unterstützung durch den Förderkreis bei der Anschaffung von diversen technischen Geräten sowie notwendigen Materialien die im neuen Zentrum benötigt werden.

Das 2 – stöckige Gebäude beherbergt im Untergeschoß den Behandlungstrakt, in dem kleine Eingriffe und Operationen durchgeführt werden können. Hier sind für Ende Juli die ersten Eingriffe geplant. Im Obergeschoß ist der Reha- und Verwaltungsbereich untergebracht. Dieser Bereich wird bereits seit Anfang Juni genutzt. Mitarbeiter und Kinder sind ganz begeistert von den vielen neuen verbesserten räumlichen und technischen Möglichkeiten, die mithelfen die Therapie so erfolgreich und effektiv wie möglich zu gestalten. Die Kinder lieben besonders den liebevoll hergerichteten und bemalten Wartebereich mit seinen diversen Spielmöglichkeiten.

Besonderes Augenmerk beim Bau wurde auf den Behandlungsraum gelegt, in dem in Zukunft Dr. Grunwald und mehrere meist pensionierte Kollegen aus der Umgebung von Oberhausen kleinere Eingriffe und Untersuchungen durchführen können. Durch diese Eingriffe sind einige der aufwendigen stationären Behandlungen in diversen Krankenhäusern nicht mehr notwendig. Dies erspart den Kindern oft aufwendige Reisen und ermöglicht den Verbleib in der gewohnten Umgebung des Friedensdorfes. Ein wichtiger Baustein in diesem Raum ist ein hochwertiges Röntgengerät, welches über Vermittlung von Dr. Grunwald von einem niederländischen Ehepaar gestiftet worden ist. Wir haben vor einiger Zeit separat darüber berichtet. Auf dem Photo erklärt Dr. Grunwald die wesentlichen Funktionen des Geräts, ferner sind einige Geräte zu sehen die mit finanzieller Hilfe des Förderkreises angeschafft wurden.

Neue Aktion der Familien Boss und Overbeek

Am 14.11.2020 und am 17.01.2021 berichteten wir über die Aktivitäten der Familien Boß und Overbeek aus Emmerich, die Alltagsmasken genäht und gegen eine Spende für den Förderkreis Kriegskinder abgegeben hatten. Weil die selbstgenähten Masken der Maskenpflicht inzwischen nicht mehr genügen, haben die beiden Familien sich ein neues Betätigungsfeld gesucht.

Sie haben ihre Dachböden, Keller und Schränke nach guten nicht mehr benötigten Dingen wie gut erhaltene Markenkleidung oder kaum gebrauchte Haushaltsgegenstände durchsucht und diese über Kleinanzeigen zu Gunsten des Förderkreises verkauft. Auch Nachbarn und Freunde halfen gerne die Verkaufspalette zu vergrößern. Gebrauchte Fahrräder, Dreiräder u.a. wurden von der Emmericher Firma Kluitmann überholt und fanden so neue Besitzer.

Auch die Kinder Joana, Julian und Jaron Overbeek sind weiterhin mit viel Freude bei der Sache und helfen beim Verpacken und Versenden.

Frau Boß konnte im Gespräch von schönen Erlebnissen im Rahmen dieser Aktion berichten: Kunden, die zunächst versuchten, den aufgerufenen Preis herunterzuhandeln, gaben den geforderten oder sogar einen höheren Betrag, wenn sie erfuhren, dass der Erlös des Verkaufs als Spende an den Förderkreis Kriegskinder geht.

Insgesamt haben die beiden engagierten und erfindungsreichen Familien inzwischen rund 4800 € als Spende zusammengebracht.

Der Förderkreis bedankt sich ganz herzlich für dieses bewundernswerte Engagement und hofft, dass den Familien Boß und Overbeek die Ideen für weiter Aktionen nicht ausgehen.

Spende statt Kundengeschenke

Eine großzügige Spende von 1.000 Euro erhielt der Förderkreis – Kriegskinder im Dezember von der Spedition Holtkamp u. Sohn GmbH aus Emmerich. Dies ist bereits die 2. große Spende der Firma, nach der Zuwendung aus Anlass des 90. Jährigen Jubiläums im Jahr 2018.

Die Firmeninhaber entschlossen sich, im Corona Jahr 2020 auf die üblichen Geschenke an ihre Kunden zur Weihnachtszeit zu verzichten und stattdessen den Förderkreis zu bedenken.

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Holtkamp für die Unterstützung, die es uns ermöglicht, zum einen Geräte für den Behandlungsraum im Friedensdorf Oberhausen mitzufinanzieren und, sobald die Pandemie es zulässt, auch wieder Kinder aus Kriegs- und Kriesengebieten im Emmericher Krankenhaus behandeln zu lassen.

Tolles Ergebnis der Corona Masken Aktion

Die Aktion der Familien Boß und Kirch-Overbeek, ( siehe auch sep. Artikel vom Dezember ) hat inzwischen einen Erlös von ca. 3.700 Euro für den Förderkreis – Kriegskinder erbracht. Neben den Aktionen auf Märkten sind zahlreiche Spenden aus den Emmericher Schulen, verschiedenen Therapiezentren und dem Pekelshof in Klein Netterden zu verzeichnen. Hier wurden Körbchen mit Masken und Sparschwein für die Spenden aufgestellt.. Wenn der Bedarf an Alltagsmasken in der nächsten Zeit abflauen sollte, haben Frau Boß und Frau Kirch- Overbeek bereits neue Ideen im Hinterkopf, die sie im Frühjahr angehen wollen. Wir sind gespannt auf die weiteren Neuigkeiten und Ideen der beiden engagierten Familien.